fachbegriffe

Antritt

Erste Stufe eines Treppenlaufs am unteren Ende.

Auftritt

Stufentiefe (mindestens 23 bzw. 26 cm; empfohlen: 29 cm).

Auftrittsbreite

diese berechnet sich nach dem durchschnittlichen Schrittmaß (63 cm); die Formel lautet: Auftrittsbreite = 63 cm – 2 x Steigungshöhe.

Austritt

Letzte Stufe eines Treppenlaufs am oberen Ende.

Brandschutz

Bei Gebäudeklasse (GK) 1 und 2 keine Mindestanforderungen, bei GK 3 – 5 müssen Treppen nicht brennbar oder feuerhemmend ausgeführt sein.

Feuerwiderstandsklasse

Bezeichnet die Feuerfestigkeit der Treppe in Minuten (Beispiel: F30 = hält einem Brand 30 Minuten lang Stand).

Gebäudeklasse (GK)

Einteilung von Gebäuden nach Größe und Nutzung. Ein- und Zweifamilienhäuser fallen unter GK 1 und 2, alle sonstigen (auch öffentlichen) Gebäude unter GK 3-5.

Kopffreiheit

Mindestabstand zwischen Oberkante der Treppenstufe und Kopffreiheit nach oben, gemessen im 90°-Winkel zur Steigungslinie (mindestens 200 cm).

Lauflinie

Meist mittlerer Bereich der Treppe, der vorwiegend begangen wird. Er beträgt 2/10 der nutzbaren Laufbreite.

Leitereffekt

Horizontale Geländerfüllungen (z.B. Stäbe) verführen Kinder dazu, über das Geländer zu klettern.

Notwendige Treppe

Eine Treppe, die als Verbindung zwischen zwei Geschossen unbedingt vorhanden sein muss. Die geltenden Mindestanforderungen sind strenger als bei „nicht notwendigen“ (also zusätzlichen) Treppen.

Nutzbare Laufbreite

Gesamte Laufbreite abzüglich der Nebenkonstruktionen wie Handlauf und Geländer. Bei notwendigen Treppen in Wohngebäuden beträgt sie mindestens 80 cm.

Podest (Ruhe- bzw. Zwischenpodest)

Treppenabsatz zwischen zwei Treppenläufen, dient als Ausweichebene und der Sicherheit, vorgeschrieben nach spätestens 18 Steigungen.

Raumspartreppe

Sammelbegriff für alle Treppenformen mit geringer Grundfläche, z.B. Spindeltreppen oder gerade Treppenläufe mit großem Steigungswinkel.

Setzstufe

Senkrechte Stufe (fehlt gelegentlich) verschließt den Abstand zwischen den Stufen.

Spindeltreppe

Sonderform der Wendeltreppe mit einer 360°-Drehung und einer zentralen Stütze („Spindel“) als tragendes Element.

Steigung

Abstand zwischen den Oberkanten der Treppenstufen.

Steigungshöhe

Geschosshöhe geteilt durch die Anzahl der Steigungen.

Steigungslinie

Verbindungslinie zwischen den Vorderkanten der Stufen.

Steigungswinkel

Winkel zwischen Fußboden und Steigungslinie (ideal: zwischen 25° und 37°).

Treppenauge

Offener Luftraum in der Mitte einer gewendelten Treppe (im Gegensatz zur zentralen Stütze bei der Spindeltreppe).

Trittstufe

Waagrecht aufliegende Trittstufen.

DIN-Normen

Sämtliche Normen und Verordnungen für Treppen finden Sie in der DIN 18065 (Gebäudetreppen), den jeweiligen Landesbauordnungen – und speziell für Stahltreppen in der DIN EN ISO 14122-3 (früher DIN 24530, „Treppen aus Stahl“).

Unterschneidung (Untertritt)

Überlappung (3 – 5 cm) der jeweils übereinander liegenden Trittstufen, die vor dem Tritt in die Öffnung schützt .

Wangen

Seitliche, hochkantige Bauteile der Treppe, welche die Stufen tragen.

Wendeltreppe

Treppenform mit Treppenlauf und einem offenen Zentrum, dem sogenannten Treppenauge.

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